Heimerziehung

20. Juli 2017

  • Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung über Tag und Nacht (Heimerziehung) oder in einer sonstigen betreuten Wohnform soll Kinder und Jugendliche durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer Entwicklung fördern. Sie soll entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie
1.eine Rückkehr in die Familie zu erreichen versuchen oder
2.die Erziehung in einer anderen Familie vorbereiten oder
3.eine auf längere Zeit angelegte Lebensform bieten und auf ein selbständiges Leben vorbereiten.

Jugendliche sollen in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung beraten und unterstützt werden.

Welche Formen der Heimerziehung gibt es?

Folgende Unterbringungskonzepte können herausgestellt werden:

Jugendwohngruppen.

Erziehungsstellen.

Betreutes Wohnen.

Mutter-Kind-Betreuung.

Geschlossene Unterbringung.

Kurzzeitunterbringung, Clearing.

Mischformen/Varianten.

Was versteht man unter Heimerziehung?

Die Heimerziehung ist nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz eine Form der Erziehungshilfen. Ihre Aufgabe ist es, Kinder und Jugendliche zu fördern. Es geht nicht darum, die Gesellschaft vor minderjährigen „Problemfällen“ zu schützen.

Heimerziehung und die sozialpädagogische Betreuung in sonstigen Wohnformen haben die Aufgabe, positive Lebensorte für Kinder und Jugendliche zu bilden, wenn diese vorübergehend, mittelfristig oder auf Dauer nicht in ihrer Familie leben können.

Was sind die Ziele der Heimerziehung?

Ziele der Heimerziehung sind z.B.: Verknüpfung von Erziehung, Therapie und Erlernen von Alltagskompetenzen. Unterstützung bei der schulischen und beruflichen Bildung und Weiterentwicklung. Hilfe bei dem Aufbau eines stabilen sozialen Umfelds.