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Diese Phase umfasst die eigentliche Verarbeitungsphase, die Abwehrmechanismen sind gelockert und das traumatisierende Erleben bahnt sich seinen Weg in die Beziehungen zu den Pflegeeltern. In den Konflikten und in emotionalen Auseinandersetzungen mit den Pflegeeltern spiegeln sich die frühen Erfahrungen von Überwältigung wider. Damit einhergehende Gefühle von Todesangst und erlebter Abwehr werden in der Beziehung zu den Pflegeeltern spürbar.

Für Pflegeeltern ist dies eine mit außerordentlich hohen Anforderungen verbundene Phase, da sie eine quasitherapeutische Kompetenz benötigen. Die Erkenntnis, dass zum Beispiel die aktuellen Aggressionen oder Vorwürfe ihres Kindes nicht mit ihnen selbst, sondern mit dessen frühen Erfahrungen zu tun haben, ist eine notwendige Voraussetzung für einen helfenden Umgang mit diesen Verarbeitungsmomenten. Während manche Pflegeeltern mit Hilfe fachlicher Unterstützung konstruktiv mit dieser Anforderung umgehen, sind andere Pflegeeltern intuitiv dazu in der Lage, zu verstehen, dass die Heftigkeit der Emotionen z. B. in keinem situativen Zusammenhang zu dem Konflikt stehen kann, und folgern einen Zusammenhang zu früheren Erfahrungen.

Hilfreich ist es, nicht verleugnend mit diesen frühen Erfahrungen umzugehen, die für die Kinder damit einhergehenden Gefühle anzuerkennen und sich bereitwillig auf eine Auseinandersetzung und Positionierung in Bezug auf diese Erfahrungen einzulassen. Es ist dies eine hohe Anforderung, die gleichwohl in der Praxis in wunderbarer Weise immer wieder umgesetzt wird und damit den Verarbeitungsprozess ermöglicht.

Quelle: Marschner-2021

Siehe Anpassungsphase, Regressionsphase

Merke:

In der Übertragungsphase beginnt es sich sicher zu fühlen und alte Erfahrungen und negative Erwartungen auf die neuen Bezugspersonen zu übertragen und verwechselt die alten und neuen Eltern. Das ist eine sehr anstrengende Phase für die Eltern. Es könnte ständig klammern oder Umarmung ablehnen. Es reagiert nicht auf die reale, sondern auf die erinnerte Situation.

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